Häusliche Pflege

Sie pflegen - Wir helfen! Pflegefall - Was nun?

In unserer modernen Gesellschaft werden die Menschen auf Grund unserer verbesserten medizinischen Versorgung immer älter. Das ist einerseits positiv, wenn dabei eine gute Lebensqualität gewährleistet ist. Andererseits steigt aber mit zunehmendem Alter auch die Gefahr, pflegebedürftig zu werden.

Pflegende Angehörige sind häufig mit der neuen Situation völlig überfordert. Nicht immer ist es möglich, den Pflegealltag zu Hause über einen längeren Zeitraum neben der Berufstätigkeit zu organisieren. Dann gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich Hilfe zu holen.
Es kann schon sehr entlastend sein, wenn eine pflegebedürftige Person die Werktage in der Tagespflege verbringt. Für die Körperpflege, Verbandwechsel oder das Anziehen von Kompressionsstrümpfen kommt die ambulante Krankenpflege bei Bedarf ins Haus. Für vorübergehenden Pflegebedarf, zum Beispiel nach einem Krankenhausaufenthalt oder bis zur Klärung der zukünftigen Unterbringung des Kranken eignet sich die Kurzzeitpflege (bis zu vier Wochen) in einem Pflegeheim. Pflegende Personen, die jemanden zu Hause betreuen, können die betreffende Person im Urlaubs- und Krankheitsfall für vier Wochen pro Jahr in Form einer "Verhinderungspflege" im Heim betreuen lassen.

Erster Schritt ist immer, die Pflegebedürftigkeit überhaupt feststellen zu lassen. Dazu wenden Sie sich an Ihre Krankenkasse, die den Medizinischen Dienst mit einer Begutachtung beauftragt. Nach vorheriger Terminabsprache kommt jemand ins Haus, der das Ausmaß der Pflegebedürftigkeit beurteilt und dokumentiert. Später bekommen Sie per Post eine Nachricht, in welchen der Pflegegrade Sie oder Ihr Angehöriger eingestuft wurden. Danach richtet sich auch die Höhe der Ihnen zustehenden finanziellen Leistungen (Pflegegeld).

Unsere Apotheke hat sich auf die Begleitung und Beratung von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen spezialisiert. Als Mitglied des "Pflegerats" haben wir ein umfangreiches Sortiment an Pflegehilfsmitteln vorrätig. Für die Lieferung von Artikeln zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung haben wir uns durch umfangreiche Maßnahmen präqualifiziert und gehören damit zu den wenigen lieferberechtigten Apotheken im Südkreis Osnabrück. Gerne übernehmen wir für Sie die Antragsstellung für die Hilfsmittelpauschale und für genehmigungspflichtige Artikel bei Ihrer Krankenkasse.

Einige unserer Mitarbeiterinnen haben selber zu Hause über längere Zeit Angehörige gepflegt und können ihre Erfahrung in kompetenter Beratung einbringen. Unsere Stoma- und Wundberaterin Carolin Eberhardt ist auch Expertin für künstliche Ernährung und kommt gerne zu Ihnen nach Hause.

Unser Sortiment umfasst eine Vielzahl von Pflegehilfsmitteln: Vorlagen und Höschen bei Inkontinenz, Blutdruck- und Blutzuckermessgeräte, Katheter und Zubehör, Rollatoren, Duschstühle, Duschhocker, Stoma-Artikel, Trinkbecher, Tablettendispenser, Kompressionsstrümpfe und anderes. Gerne vermitteln wir Ihnen auf Wunsch auch Rollstühle oder Badewannenlifter über ein Sanitätshaus, mit dem wir zusammenarbeiten.

Alltagshilfen

Im Falle einer Pflegebedürftigkeit bereiten einfache Handgriffe und Tätigkeiten manchmal große Probleme.

Beim Essen hilft eine Tellerranderhöhung, die für verschiedene Tellergrößen flexibel einstellbar ist. Bestecke mit abknickbaren und besonders dicken Griffen erleichtern motorisch eingeschränkten Personen das Festhalten und fördern die Selbstständigkeit beim Essen. Trinkbecher mit Aufsätzen für Getränke oder Suppen ermöglichen ein Trinken auch in liegender Position. Servietten mit Auffangtasche verhindern das Beschmutzen der Kleidung oder der Bettwäsche beim Essen.

Für das Bereitstellen von Medikamenten zur Einnahme gibt es verschiedene Tablettendispenser. Das sind Schachteln mit Einteilungen für die Einnahme zu verschiedenen Tageszeiten oder Wochentagen. So kann der Wochenbedarf vom Patienten selbst oder einer Betreuungsperson im Voraus gestellt werden. Alternativ bieten wir auch die Möglichkeit, Blisterschläuche auch für Privatpersonen herstellen zu lassen.

Hilfsmittel

Anziehhilfen für Kompressionsstrümpfe ersparen in vielen Fällen die Hilfe durch eine zweite Person, wenn es jemandem schwerfällt, sich zu den Füßen herunterzubücken. Eine Greifhilfe ist nützlich, wenn man etwas ohne fremde Hilfe vom Boden aufheben möchte.

Leichte Gehstöcke mit anatomischem oder glattem Griff oder als faltbare Variante, die je nach Körpergröße individuell von uns eingestellt werden, geben Halt bei unsicherem Gang. Unterarmgehstützen, ebenfalls höhenverstellbar, ermöglichen die Fortbewegung, wenn ein Bein verletzungsbedingt nicht oder nur leicht aufgesetzt werden darf. Die Gummikapseln zu Gehstöcken und -stützen können bei Abrieb auch problemlos ersetzt werden.

Duschhocker und Duschstühle fördern die Selbstständigkeit bei der Körperpflege und verringern die Sturzgefahr beim Duschen. Sie sind leicht zu reinigen und verhindern mit ihren Gummifüßen Kratzer in der Dusche und auf den Fliesen. Die Gummifüße saugen sich fest und sorgen somit für einen sicheren Stand. Badebürsten ermöglichen das selbstständige Rückenwaschen.

Rollatoren haben wir in verschiedenen Ausführungen vorrätig, die Sie sich gerne bei uns ansehen und ausprobieren können und die wir Ihnen individuell auf die passende Höhe einstellen.